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COLLECTION BOX ARNULF RAINER

Analog der Übermalung einer Leinwand überzieht Parfum die Haut des Menschen. Analog einer Radierung entfernt eine Waschung Schichten des Bestehenden.

Wie duften Farben? 
Entsprechen Farbproportionen den Akkorden eines Parfums?
Erschließt sich das Sichtbare rein über das Auge?

Das Werk des Künstlers Arnulf Rainer inspirierte uns zu einer einzigartigen Seifenkollektion.
Ein synästhetisches Wahrnehmungsexperiment.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

R(a)einer Proportion

Dem Seifenstück liegt eine Arbeit Arnulf Rainers aus dem Jahr 1953/54 zugrunde. Die Nicht-Farben Schwarz und Weiß erscheinen invertiert, die Größenverhältnisse der Farbflächen sind im Vergleich zur Bildvorlage verändert: es erscheint keine Kopie sondern eine Interpretation des Kunstwerks. Der Einfärbigkeit einer Farbfläche entspricht jeweils eine duftgebende Pflanze, deren ätherisches Öl der Seifenschicht den Duft verleiht. Einfärbigkeit assoziert hier also keine Duftkomposition aus mehreren Pflanzen, sondern es gilt: eine Farbe entspricht einem Pflanzenduft.  Den „Farben“ wurden folgende Pflanzen zugeordnet: Schwarz: Liquidambar orientalis (Styrax), Beige: Vetiveria zizanoides (Vetiver), Weiß: Melaleuka viridiflora (Niaouli). Die Düfte erinnern im Zusammenklang der bedufteten Schichten an den Geruch von Leinen und Atelier. 

Gemälde: © Arnulf Rainer / Foto: Robert Zahornicky
Montage by LEDERHAAS


 

 

 

 

 

 

 

 

R(a)einer Baden

Dieses Seifenstück ist eine Referenz an jenen Ort, wo Arnulf Rainer geboren wurde – die Stadt Baden bei Wien. Es ist auch eine Referenz an das Gebäude des Arnulf Rainer Museums im ehemaligen Frauenbad der Stadt. Die Seife besteht zu einem Großteil aus Salz: Solebäder gelten in der Tradition der Badeanstalten als besonders gesundheitsfördernd. Ihr Duft vermittelt Frische, Reinheit, Helligkeit: Pfefferminze, Orange, Rosmarin und Lemongras sind Bestandteil der Komposition.

Foto: © Stadtarchiv Baden
Montage by LEDERHAAS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

R(a)einer Denken

Arnulf Rainer ist Künstler wie Denker zugleich. Sein Schaffen ist begleitet von zahlreichen Aufsätzen und Interviews, in denen er mit großer Präzision, mit Witz und Intellekt sein Werk parergonal rahmt. Inspiriert durch ein Porträtfoto von Enrique Fuentes, findet sich die Denkerstirn des Künstlers als Relief im gleichnamigen Seifenstück wieder. Prägung einer Ausprägung. Zeichen eines Kennzeichens. Olfaktorisch prägend: Eine hochkomplexe Komposition aus zahlreichen natürlichen Harzen, Fruchtschalen, Hölzern und Blüten, mit denen die Seife beduftet wurde, vermittelt ein suggestives und unvergesslich sinnliches Dufterlebnis.

Porträtfoto: © Enrique Fuentes
Montage by LEDERHAAS